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Die Geschichte der Kindertransporte

Kinder und Jugendliche

   Das vielleicht jüngste Kind in einem Transport aus dem Rheinland war ein wenige Monate altes Baby, von dem Lore Robinson berichtet, die im Juni 1939 von Köln aus nach England ausreisen konnte. Gerade fünf Jahre alt war Stephanie Buchthal aus Dortmund, deren Großmutter Rosa Buchthal als erste Frau zur Dezernentin in ihrer Heimatstadt gewählt worden war. Stephanie Buchthal kam über Wien nach London, wo sie von liebevollen Pflegeeltern aufgenommen wurde. Sie konnte später ein Gymnasium besuchen und wurde nach dem Studium mit ihrer Firma für Computertechnologie eine der bekanntesten britischen Unternehmerinnen. Im Jahr 2000 wurde der Philantropin der Titel "Dame Commander of the British Empire" verliehen.
>>> http://www.steveshirley.com

   Zu den ältesten Kindern gehörten die Oberstufenschüler der Jawne, die im Mai 1939 nach Liverpool geschickt wurden. Ruth Heimann aus Bochum berichtete in einem Interview, dass sie als 18-jähriges Mädchen die älteste in ihrem Transport war. Am Bahnhof Liverpool Street Station von niemandem erwartet, nahm sie ein Taxi, um zu den ihr unbekannten Menschen zu gelangen, die sie als Haushaltshilfe anstellen wollten.
>>> http://www.holocaustcenter.org/page.aspx?pid=830

   Martin Ostwald aus Dortmund war als 16-jähriger in der Pogromnacht verhaftet und zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder in das Gestapo-Gefängnis Steinwache gebracht worden. Von der Steinwache aus in das Konzentrationslager Dachau verschleppt, konnte er mit seinem Bruder schließlich noch mit einem Kindertransport nach England entkommen.
>>> http://www.kulturwissenschaften.tu-dortmund.de/cms/de/05_Promotion/04_Auszeichnungen/Ehrenpromotionen
/index.html

   Zwischen acht und siebzehn Jahre alt waren die 32 Kinder aus Wuppertal, die namentlich als mit einem Kindertransport gerettet bekannt sind.*

*Anna Ruhland, Die Kindertransporte 1938/39: von Wuppertal nach England, unveröff. Magisterarbeit, Universität Köln 2005 (einsehbar in der Bibliothek der Alten Synagoge Wuppertal)

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Martin Ostwald (gestorben April 2010) mit seinem Ausweis von 1939.